Thikwa mit Junkan-Projekt in Japan
Vom 19. Februar bis zum 07. März 2011 besuchten die beiden Thikwa Beschäftigten Nico Altmann und Karol Golebiowski, die Mitarbeiterin Nicole Hummel sowie der Regisseur Gerhard Hartmann die japanischen Kollegen der N.P.O. Dance Box-Company in Kobe/Japan.
Nach dem Auftakt in Berlin 2009 ist die Japan-Reise der zweite Teil des gemeinsamen Tanzprojektes gewesen - eine weitere Fortsetzung bei Theater Thikwa ist geplant.
In der als Work-in-progress angelegten Improvisationsperformance unter der Leitung des preisgekrönten Tänzers und Choreografen Osamu Jareo zu den Themen "Japanisch" und "Deutsch", "Nichtbehinderung" und "Behinderung", verschiedene (Tanz-)Kulturen stehen Körper, Begegnung, Dialog und Bewegung im Zentrum.
Auch bei der aktuellen Arbeit und den Auftritten in Kobe und Shiga ist es vor allem darum gegangen, den japanischen bzw. den deutschen Tanz aus dem jeweils eigenen Zusammenhang herauszulösen und etwas Gemeinsames zu finden. Das Tanzprojekt wurde dahingehend weiterentwickelt, das Fremde nicht auszuschließen, Sprachgrenzen aufzulösen und neue tänzerische Formen der Begegnung zweier Kulturen zu schaffen.
Es gab tägliche Proben und insgesamt vier Auftritte während dieses Gastspiels. Die Stimmung mit den japanischen Kollegen war sehr gut, besonders angenehm wurde die ruhige und höfliche Umgangsweise gefunden.
Die Thikwas haben von dieser Gastspielreise enorm profitiert. Sie haben eine andere Arbeitsweise kennengelernt, sich an japanische Disziplinvorstellungen angepasst und zu echten Begegnungen mit den japanischen Kollegen gefunden.
Natürlich war auch ein wenig Zeit neben der Arbeit die japanische Kultur und japanische Gastfreundschaft kennenzulernen. Jeden Abend nach den Proben wurde gekocht, man saß zusammen im Theater, hat gegessen und über den Tag gesprochen. Das hat jeden Tag auf eine sehr harmonische Art abgeschlossen.
Die Rückreise fand zum Glück statt, bevor das Erdbeben fürchterliche Schäden in Japan verursachte. Wir wünschen den Menschen in Japan, dass sie die Folgen dieser schrecklichen Katastrophe bewältigen können.