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Frauen und Fiktion & Theater Thikwa

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Greta Markurt

“Ich habe keine Zeit!” Was verbirgt sich hinter diesem Satz? Wieso leben so viele Menschen mit dem Gefühl, nicht frei über ihre Zeit verfügen zu können? Und wie sähe unsere Welt aus, wenn wir Zeit für das wirklich Wichtige hätten? Wenn Zeit gerecht verteilt wäre?Die Gegenwart hatten wir uns utopischer vorgestellt. Nun wollen wir herausfinden, wie wir unsere Lebenszeit zurückerobern können. Dafür haben wir Menschen zwischen 3 und 93 Jahren gefragt, wie sie ihren Alltag und ihre Zeit erleben. Ob im Altenheim, in der Pflege oder im Schichtdienst, ob als Eltern, Erkrankte oder Kinder, ob mit oder ohne Behinderung – im Leben unserer Gesprächspartner*innen verläuft die Zeit oft nicht so, wie sie es sich wünschen.
Mit unserer Performance geben wir ihnen eine Stimme: Auf der Bühne entsteht ein Kaleidoskop der Zeitwahrnehmungen, das uns tiefer in die Logik des Zeitmangels blicken lässt. Choreografierte Erschöpfungsmomente treffen auf Oasen der Fürsorge. Zeitfresser werden klein gesungen. Momente für die Ewigkeit werden bis zur Atemlosigkeit heraufbeschworen. Die Uhren ticken mal laut, mal leise, gehen manchmal schneller und dann wieder langsamer.
Wir schalten unsere Handys aus und halten inne. Nur einen Moment. Für die Zeit. Und für die Gerechtigkeit. Am Ende bleibt die Frage: Wie wollen wir in Zukunft mit Zeit umgehen?

Das Kollektiv Frauen und Fiktion (FuF) entwickelt seit 2014 Performances, die auf umfassenden Recherchen basieren. In ihren Arbeiten verbinden sie Bühne, Kostüme, Video und Musik ästhetisch so eng miteinander, dass die Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen.

„Ich habe keine Zeit!“
Was bedeutet dieser Satz?
Warum denken viele Menschen:
Ich habe keine Zeit?
Wie wäre die Welt, wenn wir Zeit für wichtige Dinge hätten?
Wie wäre es, wenn Zeit gerecht verteilt wäre? 

Wir haben uns die Gegen∙wart besser vor∙gestellt.
Jetzt wollen wir wissen:
Wie können wir unsere Zeit zurück·holen?
Deshalb haben wir Menschen von 3 bis 93 Jahren gefragt.
Wir haben verschiedene Menschen gefragt, zum Beispiel:

• Menschen in Altenheimen
• Menschen, die in der Pflege oder nachts arbeiten
• Eltern und Kinder
• kranke Menschen
• Menschen mit und ohne Behinderung

Sie haben erzählt, wie sie ihren Alltag erleben.
Viele wünschen sich, dass ihre Zeit anders verläuft. 

Wir zeigen, was diese Menschen gesagt haben.
Auf der Bühne zeigen wir:
Menschen erleben Zeit ganz unterschiedlich.
Wir zeigen Momente von Erschöpfung und von Für∙sorge.
Wir singen und machen Zeit∙fresser kleiner.
Wir zeigen besondere Momente, die lange bleiben. 

Wir schalten unsere Handys aus und machen eine Denk∙pause.
Wir denken gemeinsam nach:
Kann das Zusammen∙leben gerechter sein?
Können alle mit∙machen, egal wie viel Geld sie haben?
Am Ende bleibt die Frage: Wie wollen wir mit Zeit umgehen?

Termine

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Greta Markurt

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Claussen-Simon-Stiftung

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Inhaltshinweise:
Altergruppe: 12+
Dauer: ca. 75 Minuten ohne Pause
Sensible Inhalte
Im Stück wird über Ableismus und Krankheiten gesprochen.
Sensorische Reize
Zu Beginn des Stücks ist es neblig auf der Bühne.
Ab und zu gibt es Gegenlicht oder Projektionen mit langsamen Bildwechseln.
An einigen Stellen gibt es kurz lauten Gesang.

 

Workshopangebot:

 

Wir bieten zu diesem Stück einen einführenden Workshop zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn an. Der Workshop beschäftigt sich auf praktische Art und Weise mit den Inhalten des Stücks und wird im mixed abled Team angeleitet. Bitte kaufen Sie sich für den Workshop ein extra Kombiticket. Sollten Sie nur den Workshop besuchen wollen, schicken sie eine Mail an kbb@thikwa.de

 

Mitwirkende

Mit:
Heidi Bruck, Deniz Dogan, Max Edgar Freitag, Anne-Sophie Mosch, André Nittel, Mariana Romagnani, Stephan Sauerbier, Nathalie Wendt
Regie & Textfassung:
Anja Kerschkewicz
Video:
Paula Reissig
Künstlerische Mitarbeit:
Linda Glanz
Kostüme:
Kerstin Griesshaber
Bühne:
Ins Meyer
Choreografie:
Kysy Fischer
Komposition:
Leo Hofmann
Musikalische Leitung:
Pauline Jacob (staatsoper24)
Lichtdesign:
Raquel Rosildete
Kostümanfertigung:
María Camorino Bua , Dering van Dieken
Outside Eye:
Rosa Rieck, Jutta Wangemann
Produktionsleitung:
ehrliche arbeit - freies Kulturbüro
Presse & Öffentlichkeitsarbeit:
Florian Hohnhorst
Technik:
Holger Duhn, Eric Scheller, Constantin von Thun
Übertitel:
Barbara Wiebking
Assistenz:
Mathilda Jaki, Ben Page, Wolfgang Ullrich
Backstage Betreuung:
Leonor Gaudêncio
Erstellung AD:
Eveyln Sallam, Carola Friese
Redaktion AD:
Elena Altenmüller
Sprechen AD:
Marietheres Mio Jesse
Interviewpartner*innen:
Bela, Dr. Sven Drebes, Jascha Giersberg, Vido Giersberg, Hans, Pauline Jacob, Ilse Knaak, Oskar Lea Krieger, Marlies, Mayalena, Juliet Meding, Clara Rechberg, Frieda Rechberg, Lola Rechberg, Rosalia, Ruben, Marie Johanna Rutrecht, Lucie Schröder, Slavica, Yvonne Toll-Yalcin, Minze Vincenz
Stark verschwommenes Bild von Menschen in dynamischer Bewegung vor schwarzem Hintergrund. Links ist eine Person in roter Kleidung zu erahnen, rechts eine in Hellblau, im Vordergrund sind sich drehende Rollstuhlräder erkennbar.
Copyright: Paula Reissig
Eine Gruppe von sieben Performern in grauen, wild gemusterten Kostümen steht auf einer kargen Bühne in blauem Licht. Eine Person liegt auf einem großen, violett-roten Kissen, eine andere sitzt im Rollstuhl.
Copyright: Paula Reissig
Vier Darsteller in den gleichen gemusterten Kostümen springen und fallen dramatisch über rote, sackartige Objekte vor einem warm orangefarbenen Hintergrund. Eine Person hebt dynamisch die Arme.
Copyright: Paula Reissig
Ein Performer im Vordergrund singt mit geschlossenen Augen in ein Mikrofon, während im Hintergrund eine Frau mit einem großen Hula-Hoop tanzt. Der Hintergrund ist intensiv rot-rosa beleuchtet.
Copyright: Paula Reissig
Eine choreografierte Gruppe von sieben Performern ist auf und um einen Haufen roter Säcke angeordnet. Sie werfen ihre Arme in dramatischen Posen in die Luft, vor einem neutralen grauen Hintergrund. Eine Person sitzt im Rollstuhl.
Copyright: Paula Reissig
Drei Darsteller auf und neben roten, sackartigen Kissen. Im Zentrum steht eine Frau mit hochgesteckten Haaren und dramatischem Gesichtsausdruck, die mit leicht gespreizten Beinen und ausgebreiteten Armen posiert. Die anderen beiden Personen sitzen neben ihr.
Copyright: Paula Reissig
Zwei Personen stehen im Dunkeln und blicken auf eine Bühne, auf der lebensgroße Video-Projektionen von Performern auf durchsichtige Vorhänge geworfen werden. Blaues Licht dominiert die Szene, und es gibt Spiegelungen auf dem Boden.
Copyright: Paula Reissig