Bauchgefühl
Wer möchte ein Baby bekommen und soll nicht? Und wer möchte keine Babys bekommen, aber soll? In einem unterhaltsamen Geburtsvorbereitungskurs verhandeln Performer*innen von Theater Thikwa und das feministische Kollektiv hannsjana die großen politischen Fragen, die sich tagtäglich an ihre Bäuche richten. Zum Beispiel was reinkommt: Bier, Kuchen, oder Kinder – und was rauskommen darf. In einer humorvollen Bühnenshow übernehmen die Performer*innen in „Bauchgefühl“ selbst die Verantwortung für sich und andere, entwickeln neue Formen von Reproduktion, Elternschaft und Fürsorge – oder entscheiden sich bewusst dagegen, ihre Körper und ihre Aufmerksamkeit mit irgendwem zu teilen.
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Brutale Dolce
Ein Tanz auf einem schmalen Grat zwischen Licht und Finsternis. Wir bewegen uns in die Dunkelheit und betrachten Schönheit, Brutalität, Vergänglichkeit und Provokation. Wo verbergen sich Schönheit im Grausamen und das Brutale im Süßen? – Brutale Dolce eben.Was geben wir preis und was halten wir im Verborgenen? Wer wird gesehen, wer bleibt übersehen? „Brutale Dolce“ lässt Extreme verschmelzen und hinterfragt unsere Wahrnehmung von Schönheit.
Der radikale, frühbarocke Maler Caravaggio ist Ausgangspunkt der theatralen Auseinandersetzung. Er prägte maßgeblich den Umgang mit Licht und Schatten in der Kunst und führte auch privat ein Leben in Extremen.Seine Kunst provozierte und stellte gängige Schönheitsideale in Frage. Er war ein Punk seiner Zeit, der „Sünder*innen“ zu Heiligen machte und auf die Darstellung von Blut und Enthauptungen stand.
„Alles was nicht der Realität entspringt, ist Kinderkram.“ (frei nach Caravaggio)
Darsteller*innen im Alter zwischen 9 und 81 Jahren, mit und ohne Beeinträchtigung, bilden seit Februar 2023 das Club Thikwa Ensemble.
BUMM, KRACH, BOING!
In BUMM, KRACH, BOING! begeben sich das Theater Thikwa und das GRIPS Theater auf eine musikalische und bildreiche Erkundung unseres Zusammenlebens. Zwischen morgens-nicht-aufstehen-wollen und abends-nicht-ins-Bett-wollen, was passiert da eigentlich, und wer entscheidet? Ob jemand zu zappelig ist? Zu viel Quatsch macht? Zu sehr aus der Reihe tanzt? Mit diesen Fragen im Hinterkopf und ordentlich Krach und Boing im Rücken entwirft das Bumm-Ensemble ein knallbuntes Kaleidoskop an Orten, Figuren und Klängen. Mal in der Großstadt, mal im Schlafzimmer, mal im Lamastall. Vor allem aber immer wieder beim gemeinsamen Krachmachen: Die Spielenden entdecken Instrumente vom Bass bis zum Klavier, von der Rassel-Banane bis zum Synthesizer. Und wenn diese Band erstmal spielt, ist eines sonnenklar: Dass es „bummt und boingt und kracht / Und dir gleich gute Laune macht!“. In dieser Ensembleproduktion nähert sich die diverse Gruppe Szenarien des Alltags und findet im Spiel mit Humor und Fantasie, wie ganz nebenbei, kleine Ausblicke für große Herausforderungen. Und natürlich jede Menge Quatsch.


Crazy X Oppenheimer
Die erste Zusammenarbeit der Performer*innen von Theater Thikwa und den Puppenleuten vom Helmi Puppentheater ist ein traumwandlerischer Versuch den großen Rätseln und Schrecken der Menschheit auf die Schliche zu kommen. Wie fragil ist der Mensch angesichts der Kräfte, die er entfesselt? Los Alamos am Kreuzberg! Es wird nachgebastelt und nachgespielt: Oppenheimers Dorf, eine Gemeinschaft der Erfinder*innen und Genies, die outside the box denken und leben. Umgeben von Pferden und Prärie. Dann habe ich einfach gemacht, sagt Oppenheimer, einfach so, einfach etwas erfunden. Crazy X Oppenheimer setzt sich aus vielen Stimmen und Gegenstimmen zusammen und ist ein Rätsel, das vielleicht auch eine Antwort ist.
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Die Tüten aus der Verwaltung
Die Musiktheatercombo glanz&krawall und Theater Thikwa beackern einen Themenkomplex directly from hell: die deutsche Verwaltung. Welche Erfahrungen machen Menschen mit und ohne Behinderung im Verwaltungsdschungel? Und wie können wir uns mithilfe der lebensfrohen Gattung des Musicals aus der Ohnmacht der Überforderung befreien? Gemeinsam erschaffen Thikwa und glanz&krawall mit der Musical-Komponistin Sarah Taylor Ellis eine Verwaltungs-Fantasie: gegen die Verwaltung, für die Verwaltung, als „Tüten“, vor allem aber als Menschen, deren Leben so viel komplexer und vielfältiger ist, als dass es sich mit Verordnungen einhegen ließe.
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Die Zauberblockflöte
Penetranter Klang und geplagte Eltern-Ohren – die Blockflöte hat ein schlechtes Image. Inspiriert von Musikinstrumenten mit magischen Fähigkeiten aus den Alt-Wiener Zauberopern lauschen wir der sozialen Zauberkraft der Blockflöte als günstiges, einfaches und lautes Demokratisierungsinstrument.
Das anarchische, inklusive Musik- und Theater-Festival BERLIN is not SALZBURG schlägt vom 11.–13. Juli 2025 in der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg (Campus für Demokratie) auf. Vor den Tempeln des einstigen DDR-Männerordens präsentieren Musik-Acts und Akteur*innen der freien Darstellenden Künste drei Tage und Nächte lang ihre Neubearbeitungen von Mozarts Secret Service Oper, der Zauberflöte.
Escher in Motion
M.C. Escher hat einige der geistig anregendsten Bilder aller Zeiten geschaffen. Seine Werke beschäftigen sich mit der Darstellung perspektivischer Unmöglichkeiten, ihren Ursprung haben sie im Paradoxen, der optischen Täuschung oder der Doppeldeutigkeit. Escher rüttelt an Gewissheiten und vermeintlichen Sicherheiten und lädt ein, gesellschaftliche Realitäten kritisch zu betrachten und zu hinterfragen. In einer bildgewaltigen Tanz-Performance spürt die Choreographin Linda Weißig Eschers Erbe nach. Gemeinsam mit der Sound- und Videodesignerin Adi Kum werden seine komplexen Bilderwelten in Bewegung und Klang übersetzt.
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Hausgemacht #2 – NICHT-Uncool / Der Tod
Hausgemacht - eine Reihe zu künstlerischen Positionen von Regisseur*innen mit Behinderung geht in die zweite Runde. Dieses mal zeigen wir in einer Doppelvorstellung zwei Stücke.
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Hundeherz
Eine Produktion von HAUEN UND STECHEN in Kooperation mit THEATER THIKWA und WESTGERMANY.
Achtung: Die Vorstellung findet im WestGermany in der Skalitzer Str. 133 statt.
Ein Straßenhund in Not gerät in eine zwielichtige Praxis und wird Opfer eines schrecklichen Experiments: Ihm soll ein menschliches Kleinhirn verpflanzt werden. Doch bei der Operation geht etwas schief und das medizinische Personal wird gleich mit verwandelt...
Eine Opernperformance im West Germany, einer ehemaligen Zahnarztpraxis am Kottbusser Tor. Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen und Theater Thikwa operieren an einer postsowjetischen Kreatur. Kann dabei etwas Gutes herauskommen? Und wenn nicht, wohin mit dem Abfall? Zwischen Hoffnung des Experiments, Hybris und blankem Horror geht es um Risse der Geschichte, verworrene Umstände und gemeine Theaterkritiken.
Eine Operation nach der gleichnamigen Novelle von Michail Bulgakow.
KLINGSAU
Was vermag uns Hoffnung zu geben in einer Zeit, die jeder Hoffnung beraubt scheint? Was kann dieses Land noch retten? In KLINGSAU, einer immersiven Opernperformance, geben sich Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen und Theater Thikwa dem Geiste Richard Wagners hin und nehmen das Erlösungsversprechen seines Spätwerks ernst. Gemeinsam mit dem Publikum bluten wir an einer aus dem Gleichgewicht geratenen Welt und üben uns in einer eskapistischen Utopie. Winifred Wagner und Überraschungsgäste sorgen für Unterhaltung. Wer wagt es, diese Zusammenkunft zu stören? Wer ist die Klingsau?
KLINGSAU ist die zweite Zusammenarbeit der beiden Ensembles, bei der sie auf der unscharfen Grenze zwischen Unschuld und Geschichtsvergessenheit wandeln und dabei Gral, Speer und Wunde miteinander teilen. Ist das schon eine Verschwörung oder bloße Esoterik und wann wird man dabei eigentlich zum Nazi? KLINGSAU ist eine leidenschaftliche und komische Suche nach Heilung und Rache in der unheimlichen Welt Wagners, der es doch gar nicht anders gewollt hat.
Königin der Realität
Ich sehe dich! Ich weiß es ganz genau, selbst wenn ich weiß, dass ich es nicht weiß.
In einer Welt, in der Realität immer schwerer zu fassen ist, stellen wir uns die Frage, wie viel Illusion der Mensch braucht, um die Welt zu begreifen, sich selbst zu orientieren oder seinen Träumen zu folgen. Sind Illusionen der Motor unserer Träume oder heimtückische Verführungen? Wo beginnt Spiegelung, wo endet Wahrheit?
Zwischen Kunst und Wissenschaft, Magie und Vernunft erkunden wir die Momente, in denen Wahrnehmung und Täuschung aufeinandertreffen, Realität sich biegt und Wahrheit sich entzieht.
Ein humorvoller Abend voller Fantasie, Forschung und persönlicher Erfahrungen, der dazu einlädt, das Unsichtbare sichtbar zu machen und das Sichtbare zu hinterfragen.
Darsteller*innen im Alter zwischen 9 und 65 Jahre, mit und ohne Beeinträchtigung, bilden seit Februar 2023 das Club Thikwa Ensemble.
Konzert für Alle #8 – Sergej Prokofjew: Peter und der Wolf
Dieses Musikmärchen kennen fast alle aus ihrer Kindheit. Wenn Thikwa und das RSB sich die Story vom Zusammenhalt gegen das Wilde zur Brust nehmen, geht sie wahrscheinlich ein bisschen anders. Was wäre zum Beispiel, wenn Peter ein Nerd wäre, der Null Bock auf gar nichts hat? Handelt die Geschichte nicht auch vom Sieg des Menschen über die Natur? Und überhaupt steht der Wolf heutzutage unter Artenschutz.
In einem wilden Workshop mit Tanz und musikalischen Improvisationen befragen wir Figuren und Geschichte. Und setzen sie danach mit großem Orchesterwohlklang neu zusammen. Nicht ganz original, aber trotzdem sehr märchenhaft.Ein musikalisch-szenisches Wechselbad in zwei Teilen – mit vielen Überraschungen und einem hoffentlich guten Ende.
Im Rahmen der Reihe „Konzert für alle“ ist dies die zweite Zusammenarbeit von Theater Thikwa und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Lesung von Judith Kuckart
In ihrem neuen Roman erzählt Judith Kuckart mit berührender sprachlicher Dichte entlang ihrer Biografie und beleuchtet damit eine ganze, ihre Generation. Bei Thikwa liest die Schriftstellerin Auszüge und spricht mit Nicole Hummel (Künstlerische Leitung) über das Buch. Musikalische Begleitung durch Louis Edler.
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Mehrjungmann
Sie essen gerne Fisch, sind wandlungsfähig, schwimmen schnell und gerne, sie sind schön: Mehrjungmänner und Addas Ahmad Mohammad. “Mehrjungmann” ist ein tänzerisches (Selbst)portrait des Thikwa-Tänzers Addas Ahmad Mohammad. In einem nachdenklichen und humorvollen Abend erzählt er gemeinsam mit dem Tänzer und Choreographen Kaveh Ghaemi mit seinem Körper, was Worte oft nicht vermögen. Sie nehmen uns mit auf eine Reise voller Angst und Mut, Wut und Toleranz, Ungerechtigkeit und Diskriminierung. Welche Masken werden ihm auferlegt und wie sehen seine selbst-kreierten Masken aus? Die Körper der beiden Tänzer werden zum Ausdrucksmittel für die Herausforderungen und Kämpfe, die Addas erlebt und die Momente der Stille, des Lachens und der Liebe, die ihn mit anderen verbindet.
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play boys
Ich wollte sowieso nie eine Frau sein, oder ein Mann oder ein Geschlecht. Ich wollte nichts sein, schon als Kind, ein Nebel. Eine Wolke, auf alle Fälle kein Mensch. Ich bin ein Baum. Ein Baum?
Wir kaufen ein, kochen, sammeln rotes Laub, verbringen Zeit zusammen, singen, tanzen Tänze. Die Bewegungen der Menschen in der Markthalle als Tanz, zusammen, Schutztänze, Liebeserklärungen an uns selbst, an andere.
PETER / DER CORA FROST UND DAS THIKWA-ENSEMBLE wandern und tanzen durch Seelen, Körper und Geschlechter - PLAY BOYS, PLAY!
SISTERHOOD / BROTHERHOOD
Eine Konzert-Performance über Schwestern und Brüder, unsichtbare Codes, dem verwandt sein und dem sich verwandt machen.
Erinnerungen an unsere Geschwister prägen oft unser Leben und bestimmen unsere weiteren Beziehungen. Neben unseren familiären Banden spielen für viele Menschen Wahlverwandtschaften und Freund*innenschaften
eine immens wichtige Rolle. In SISTERHOOD / BROTHERHOOD untersuchen wir Haltungen der Zusammengehörigkeit, spüren kleinen wie größeren Verbindungen, feministischem Empowerment und Verbrüderung nach. Wie weit lassen sich die Familienbande strecken? Inwieweit sind wir alle miteinander verbunden und wo brechen Verbindungen ab? Ausgehend von Interviews der Performer*innen, von Erinnerungen an die eigene Kindheit und von Beobachtungen und Fotos berühmter Geschwister-Paare entsteht eine rasante Performance aus Tanz und selbst entwickelten Songs über Beziehungsgeflechte und Verwandtschafts-Portraits.
SISTERHOOD / BROTHERHOOD entsteht im Rahmen von TUSCH Koproduktion. Gemeinsam mit Künstler*innen entwickeln Schüler*innen eine professionelle Theaterproduktion der freien Darstellenden Künste, bei der sie als Expert*innen und Akteur*innen ihr Wissen und ihre Fertigkeiten auf allen Produktionsebenen und in allen Entscheidungen gleichberechtigt einbringen. In SISTERHOOD / BROTHERHOOD kooperieren seit September 2024 Performer*innen und Künstler*innen des Theater THIKWA mit Schüler*innen der Katholischen Schule Sankt Franziskus.
Subway to heaven
Eine Kindheit in der Besenkammer ... Da empfinde ich jetzt aber kein Mitleid! Sagt Martin Holzapfel zu Torsten Clausen. Oder so. Ist die größte Utopie eine mit U-Bahnen verbundene Welt? In der womöglich nur Berliner Lieder erklingen? Oder reden wir mit rollenden Augen über den Beruf des Schauspielers? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Plastik und Plastik, also zwischen Kunst und Kunststoff?
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Tod in der Tupperbox
Kantinen sind praktisch. Aber in Kantinen leidet der Geschmack. Warum bloß? Neun Performer*innen machen ihre eigene Kantine auf und laden das Publikum zu Tisch! Doch ein geheimnisvolles Verbrechen verdirbt die Stimmung. Die Mithilfe der Gäste ist gefragt. In kleinen, feinen Essensgängen ermitteln wir mit allen Sinnen: Was verrät ein Geschmack? Was wissen wir über unser Essen nicht? Und welche Rolle spielt der Darm? In diesem Krimi-Dinner wird das Essen selbst zum Kriminalfall – guten Appetit!
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Und Tschüss!
Theater Thikwa und das Performancekollektiv Turbo Pascal erkunden Flucht- und Bleibefantasien in Zeiten globaler Krisen. Einfach weg, auswandern, fliehen - an einen Ort, dem der Klimawandel nichts anhaben kann, der im Falle eines Atomschlags nicht getroffen wird und an dem die Würde des Menschen unantastbar bleibt. Gibt es so einen Ort? Und wenn ja, wer kann da hin? Performer*innen und Publikum fantasieren eigene Auswanderungsgeschichten, die gelingen oder scheitern können und vergleichen ihre rechtlichen, finanziellen und körperlichen Möglichkeiten. Zwischen Reality-TV, Greenscreen-Trips und realen Barrieren entsteht eine interaktive Performance über das Weggehen – und über die Frage, wie ein solidarisches Bleiben aussehen kann.
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Wir Krisendarsteller*innen
“Krise, welche Krise?” Die Hater toben: “Das sind doch alles nur Krisendarsteller*innen!“ Gemeint sind alle, die gegen sie auf die Straße gehen: Gegen rechte Hetze. Gegen Kürzungen im Kulturbereich. Oder den Klimakollaps. In Zeiten der Polykrise hängt schließlich alles mit allem zusammen. Der Flügelschlag eines Schmetterlings führt zum Sturm aufs Kapitol. Und da gegen Krisen Allianzen bekanntlich helfen können, trainieren andcompany&Co. mit Theater Thikwa den Ernstfall und lassen sich als professionelle Krisendarsteller*innen ausbilden. Kein “Großschadensereignis”, was sie nicht schon einmal durchgespielt hätten: vom Super-GAU über Drohnenangriffe bis zur Klimakatastrophe und der Machtübernahme durch Künstliche Intelligenz. Oder der künstlichen Dummheit autoritärer Bewegungen: “Krise, welche Krise?”
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YA!
Im Zentrum des immersiven und interaktiven Tanzchors YA! steht die Pflanze Schafgarbe (engl. „yarrow“). Neun Performer*innen verweben Fragmente von Melodien, die sie von der Schafgarbe empfangen haben in zeitvernebelnde, bewegliche Klangfelder. Sie fragen: Wie können Menschen und Pflanzen gemeinsam Sprachen und neue Körper erschaffen? Wie können wir uns der Vielfältigkeit der Natur in unseren eigenen Körpern zuwenden?
Eigens für YA! schafft die Künstlerin Folke Köbberling eine skulpturelle Installation aus Schafwolle, die sich wie eine ökologische Landschaft ins lichtdurchflutete Studio des Theater Thikwa ergießt. David Hermans geschwungener Holzboden, den er für Angelas Stück MOSSBELLY (Hebbel am Ufer 2023) kreierte, bildet für YA! ihr Fundament.
YARROW- what stores, what charges
what is carried away with the wind and disappears
YARROW- the constant in the disappearance
the mirror of oneness is the multitude
– Aufgrund des szenischen Settings gibt es nur sehr begrenzte klassische Sitzmöglichkeiten. Das Publikum ist eingeladen, auf dem Holzboden und den Sitzgelegenheiten aus Schafwolle Platz zu nehmen und sich durch den Raum zu bewegen. Für Personen, die nicht auf dem Boden sitzen können oder nicht in Kontakt mit unbehandelter Schafwolle kommen möchten, werden alternative Sitzmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.
– Am Eingang wird darum gebeten, sich die Schuhe auszuziehen.
– Im Raum befindet sich unbehandelte Schafwolle. Diese hat einen besonderen Eigengeruch und enthält Wollwachs (Lanolin), das ggf. auf Kleidung abfärben und in seltenen Fällen zu Kontaktallergien führen kann. Der Wollkontakt erfolgt auf eigene Gefahr.
– Es ist leider kein Nacheinlass möglich.
ZUSAMMENSPIEL – GRIPS und THIKWA
THIKWA und GRIPS wurden als eines von sieben bundesweiten Tandems für das pik-Programm für inklusive Kunstpraxis ausgewählt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, voneinander zu lernen und in einem gemeinsamen Theaterlabor neue Wege für inklusives Kinder- und Jugendtheater zu erproben.Hier stellen wir unsere Ergebnisse vor.


ZUSAMMENSPIEL-FESTIVAL
26.– 29. März 2025 | Theater Thikwa und GRIPS Theater
Vor fast drei Jahren haben sich das GRIPS Theater und das Theater Thikwa auf den Weg gemacht, von- und miteinander zu lernen. Und zusammen zu spielen. Wir haben Strukturen hinterfragt und Arbeitsprozesse verändert. Die Ensembleproduktion BUMM, KRACH, BOING! für ein Publikum ab 6 Jahren ist der Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit. Nun präsentieren wir mit ZusammenSpiel unsere Ergebnisse und Erkenntnisse und laden ein zu: vier Tage Theater, Filmscreening, Augmented Reality, Workshops, Diskussionen, Party und vieles mehr! Auch nach drei Jahren sind wir nicht fertig. Und wollen es auch gar nicht sein. Lasst uns zusammen weiterspielen und für ein nachhaltig inklusiveres Kinder- und Jugendtheater arbeiten und kämpfen.
ANMELDUNG & PREISE
Über diesen Link könnt ihr euch für alle Veranstaltungen des Rahmenprogramms und für die Theatervorstellungen anmelden. Ihr werdet dabei Schritt für Schritt durch ein Anmeldeformular geführt:
Anmeldung
Die Teilnahme an Workshops, Spiel, Filmvorstellung, Diskussionen und Party ist kostenlos. Für die Vorstellungen zahlt ihr den Steuerkartenpreis, dieser steht jeweils bei den Terminen im Anmeldeformular dabei. Für die Festivaleröffnung sowie für die Festivalparty ist keine Anmeldung erforderlich. Es sind keine Vorkenntnisse für die Teilnahme an den Programmpunkten erforderlich.
BARRIEREFREIHEIT
Alle Veranstaltungen werden in deutscher Lautsprache angeboten. Einige Programmpunkte beinhalten zusätzlich Audiodeskription, deutsche Gebärdensprache oder Übertitelung in deutscher Schriftsprache. Infos findet ihr in der Programmübersicht und im Anmeldeformular.
Die Räume sind rollstuhlgerecht und für mobilitätseingeschränkte Menschen barrierefrei zugänglich. Barrierefreiheitsbedarfe werden im Online-Anmeldeformular abgefragt.
KONTAKT
Habt ihr Fragen zum Programm, zur Barrierefreiheit oder der Anmeldung? Schreibt an Simone Kiebler unter zusammenspiel@thikwa.de oder ruft Silke Stuck unter 030 614 64 67 an.
Die Plätze sind begrenzt und wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 14. März 2025.

